Die Fotografie

Der Garten

Die Rosen

Die Fotografie


Foto: Helmut Kersten

Meine Begeisterung für die Naturfotografie und speziell die Blumenfotografie wurde vor circa 30 Jahren durch Freunde geweckt, die sich eine  Spiegelreflexkamera gekauft hatten und wunderschöne Bilder aus ihrem Urlaub mitbrachten. Daraufhin erstand ich ebenfalls eine solche Kamera, die mich bis heute begleitet. Als wir dann vor ca 20 Jahren in den Vogelsberg zogen und einen eigenen großen Garten hatten, fing ich an, hier und da Pflanzen zu fotografieren, die mir besonders gut gefielen. Ich gestaltete mit den Fotos Glückwunschkarten und Kalender zum Verschenken.

Vor ein paar Jahren nahm ich das erste Mal mit meinen Fotos an einem Hobbykünstlermarkt teil, was mir einen solchen Spaß machte, dass ich seitdem immer wieder meine Arbeiten auf derartigen Veranstaltungen zeige.

 

nach oben

Der Garten


über mich 2

Schon als Kind unternahm ich gerne stundenlange  Streifzüge durch die Wiesen und Wälder rund um Eschwege -  wir wohnten in der Nähe eines Waldgebietes – und kam dann mit selbstgepflückten Sträußen nach Hause. Damals wuchsen noch massenhaft Maiglöckchen in den Wälden, und es gab eine Vielzahl verschiedener Wiesenblumen.  

Unser eigener Garten hier im Vogelsberg ist recht groß, mit vielen alten Bäumen, allerdings gab es, als wir unser Haus bezogen, keine Blumenbeete, aber viel Rasenfläche. Zum Entsetzen unserer Kinder mußte immer mehr davon neu angelegten Beeten weichen.

 

nach oben

Die Rosen


über mich 3

Anfangs kam ich gar nicht auf die Idee, Rosen anzupflanzen. Ich dachte, bei dem Klima, das im Vogelsberg herrscht, brauchte ich das gar nicht zu versuchen: denn vom Wetter bei uns heißt es, es sei  „¾ Jahr Winter und ¼ Jahr kalt“!

Eines Tages bekam ich eine Strauß mit wunderbar duftenden, gefüllten Englischen Rosen geschenkt. Ich war hin und weg. Ich beschloss, es doch einmal mit Rosen zu probieren und siehe da, sie überlebten den ersten Winter und gediehen gar nicht so  schlecht.

Ich hatte damals noch nicht wirklich viel Ahnung und begann Gartenzeitschriften, Gartenbücher, speziell Rosenbücher zu studieren. Dabei stieß ich auf die historischen Rosen, die ja wirklich hart im Nehmen sind.

Die historischen Sorten gedeihen recht unproblematisch und werden auch relativ üppig. Die englischen sind nicht ganz so robust, aber es gibt Sorten, die gut wachsen, von den anderen muss man sich im Laufe der Zeit wieder verabschieden.

Unser Garten hat viel Schatten, deshalb muss man natürlich ein paar Abstriche machen, was die Üppigkeit der Sträucher angeht, aber ich bin ganz zufrieden. Man muss es einfach ausprobieren und Geduld haben. Manche Rose mickert jahrelang dahin, und man hat jedes Jahr den Eindruck, das war´s jetzt, und plötzlich fängt sie an zu wachsen, als wäre sie auf eine Wasserader gestoßen.

über mich 4

Der Boden ist ein weiteres Problem. Ehe man ein Pflanzloch ausgehoben hat, holt man zwei Eimer voll Steine aus der Erde, ein mühsames Geschäft. Es gelingt mir nur selten, ein wirklich tiefes Loch zu graben, sodass die Veredelungsstelle ausreichend tief im Erdreich liegt. Aus diesem Grund kippe ich im Winter einen Eimer voll Komposterde über jede Rose. Die Veredelungsstelle ist geschützt, und der Kompost verbessert die Erde. Meine Rosen decke ich seit einigen Jahren nicht mehr ab, sie kommen trotzdem gut über den Winter. Im September bekommt jede Pflanze eine Schaufel Kalimagnesium (Patentkali) spendiert, das fördert die Frosthärte.

Geschnitten werden meine Rosen erst im Frühjahr zur Zeit der Forsythienblüte.

Mittlerweile wachsen in unserem Garten weit über hundert Sorten. Ich habe also reichlich Gelegenheit zu fotografieren. Ich gehe aber auch gerne in den Gärten anderer Leute auf Motivsuche und finde es schön, Erfahrungen austauschen zu können.

 
Wer sich meine „Fotomodelle“ in natura anschauen möchte, ist herzlich eingeladen. Aber bitte vorher Termin absprechen.

 

nach oben


Zurück